Kia hat den Sorento komplett erneuert

215 kg weniger Gewicht und neue Motoren senken den Verbrauch 

Die Zeiten, an denen der Sorento einer der wenigen Fahrzeuge ist, die Lieferfristen haben, sind lange vorbei. Die bezahlbare SUV-Welle hatte der Koreaner 2002 eingeläutet und war mit einem Preis von 30.490 Euro zuletzt in Ehren ergraut sowie mit Leiterrahmen und hinterer Starrachse nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Nach sieben Jahren verabschiedet sich Kia im neuen Sorento von dieser schwergewichtigen Bauart und setzt die nun selbsttragende Karosserie auf vier einzeln aufgehängte Räder. Trotz gestiegener Abmessungen (10 cm länger) und guter Ausstattung konnte der Preis auf 30.015 Euro reduziert werden. Ab Mitte November stehen die neuen Modelle bereit und auch eine Zweiradantriebsvariante ist dann erhältlich, die bei 28.505 Euro beginnt.

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Unter der Motorhaube hat sich viel getan. Ein 2,4-Liter-Benziner mit 174 PS und 8,5 Liter Verbrauch auf 100 Kilometern ersetzt den bisherigen 3,3-Liter V6, der 241 PS hatte und durchschnittlich 11,9 Liter Superbenzin verbrauchte. Der Spritkonsum ist zwar deutlich geringer geworden, allerdings leidet der neue Vierzylinder an Drehfreudigkeit und Durchzugsvermögen (225 Newtonmeter Drehmoment). Die bessere Variante im Sorento ist das 2,2-Liter Dieselaggregat mit 197 PS und einem starken Drehmoment von 421 Nm zwischen 1800 und 2500 Umdrehungen. Seine Verbrauchsangabe von 6,5 Litern Diesel auf 100 km gehört in die Kategorie der Bestwerte in diesem Segment. Der Selbstzünder ist spritzig, drehfreudig und in Verbindung mit dem optionalen Sechsstufen-Automatikgetriebe (1135 Euro) angenehm zu fahren.

Das Platzangebot für die fünf oder sieben Personen (zuzüglich 900 Euro für dritte Sitzreihe) ist wie gehabt sehr großzügig bemessen. Der Kofferraum fasst 528 – 1582 Liter und die Anhängelast wurde von maximal 3500 auf 2500 Kilogramm gesenkt. An der Ausstattung haben die Koreaner nicht gespart. Ab der Grundversion „Attract“ sind ESP, sechs Airbags, Audioanlage, Bordcomputer, vier elektrische Fensterheber und Klimaanlage an Bord. Auch Leichtmetallfelgen haben die Asiaten spendiert und der Allradantrieb steht mit einem mageren Aufpreis von 1510 Euro besonders dem Dieselmotor gut zu Gesicht.

Bei den Fahreigenschaften des ab 1710 Kilogramm schweren SUV hat sich viel getan. Das straff abgestimmte Fahrwerk bietet agiles Handling bei gutem Straßenkomfort. Besonders der kleine Wendekreis von 10,9 Metern überzeugt im Stadtverkehr und dank kurzer Schaltwege und einer präzisen und direkten Lenkung weicht das bisherige rustikale Erscheinungsbild des alten Sorentos einem modernen Kombi-Pkw mit ansprechendem Interieur, gemütlichen Sitzen und einladendem Ambiente.

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zuletzt aktualisiert am 21.09.2020 

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